
Sabrana dela 5: Glasovi u kući
In der patrizischen Familie Asher leben die langjährigen Bediensteten und ihre Tochter Jessica im Schatten ihres Herrn; als das Mädchen außer Kontrolle gerät, bricht die Stabilität des Hauses zusammen.
„Stimmen im Haus“ (1953) ist der zweite Teil von Pearl S. Bucks amerikanischem Triptychon, das sie unter dem männlichen Pseudonym John Sedges verfasste – ein Pseudonym, mit dem sie sich der Erwartung entziehen wollte, stets über China zu schreiben.
Der Roman spielt in den Vereinigten Staaten und erzählt die Geschichte der aristokratischen Familie Asher, deren geordnetes Leben grundlegend aus den Fugen gerät, als Jessica, die Tochter ihrer langjährigen Magd, beginnt, sich gegen ihre Stellung aufzulehnen. Ihre Rebellion ist jedoch nicht nur die einer Einzelperson – sie legt das gesamte Netz aus Abhängigkeiten, Bräuchen und dem Schweigen offen, das Herren und Diener seit Jahrhunderten verbindet.
Buck formt aus diesem Stoff eine beinahe allegorische Darstellung des Verhältnisses zwischen Arm und Reich: Was die Armen den Reichen schulden und die Reichen den Armen, und ob Mitgefühl die Klassenspaltung überbrücken kann. Parallel dazu entwickelt sich ein Erzählstrang über die Ehe – über die kleinen Verletzungen und Nuancen, die zwei Menschen über die Jahre prägen.
Kritiker bemängeln an dem Roman seine übertriebene Melodramatik und die gelegentliche unbewusste Wiederholung des bevormundenden Verhaltens, das er selbst kritisiert, aber die Stimme, mit der Buck alle Winkel des Hauses betritt, und die Unsicherheiten derer, die dort wohnen, bleiben erkennbar und stark.
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