
Viva la muerte: Baal babilonski
Ein kranker junger Mann lässt seine Kindheit und Jugend im klerikalen und faschistischen Spanien in Erinnerungen und Visionen Revue passieren. Dieser autobiografische Roman diente Arrabal als direkte Vorlage für seinen Kultfilm „Viva la muerte“.
Viva la muerte: Baal of Babylon (Baal Babylone, 1959) ist ein autobiografischer Roman von Fernando Arrabal, verfasst in Form eines unterbrochenen inneren Monologs. Der Protagonist, ans Krankenhausbett gefesselt, versinkt in Erinnerungen an eine Kindheit, die vom Spanischen Bürgerkrieg geprägt war. Anhand von Erinnerungsfragmenten, Briefen und fiebrigen Visionen versucht der Junge, das Schicksal seines antifaschistischen Vaters zu verstehen, der von seiner fanatisch religiösen Frau beim klerikofaschistischen Regime denunziert wurde.
Dieser Roman diente Arrabal als literarische Vorlage für sein berühmtes Filmdebüt Viva la muerte im Jahr 1971.
Mit einem Titel, der an antike Gottheiten und das biblische Babylon erinnert, beschreibt der Autor die unterdrückende und moralisch verkommene Welt, in der er aufwuchs. Arrabal wendet die ästhetischen Prinzipien seines Théâtre Panique an und verwebt kindliche Naivität, düstere Erotik, schwarzen Humor, sakrale Ikonografie und groteske Gewalt. Der Roman liefert eine ergreifende Analyse der kindlichen Psyche, hin- und hergerissen zwischen der Sehnsucht nach mütterlicher Liebe und dem Abscheu vor ihrem Verrat, und enthüllt, wie ideologischer Fanatismus die intimsten Familienbeziehungen zerstört.
Es werden zwei Exemplare angeboten
Kopiennummer 1
Kopiennummer 2
- Bibliotheksstempel
- Die Abdeckung fehlt





