
Otmica muškarca
Der Roman „Die Entführung eines Mannes“ ist eine humorvolle Liebesgeschichte über die Umkehrung traditioneller Rollen bei der Partnersuche und erforscht die Beziehungen zwischen Männern und Frauen, Liebe, Stolz und soziale Vorurteile.
„Die Entführung eines Mannes“ ist ein Liebesroman von Milica Jakovljević Mir-Jam, in dem die Autorin die etablierten sozialen Muster von Mann-Frau-Beziehungen auf humorvolle und leicht ironische Weise hinterfragt. Ausgehend von der ungewöhnlichen Idee, dass eine Frau aktiv um einen Mann wirbt, spinnt Mir-Jam eine Geschichte voller Liebesintrigen, Missverständnisse und emotionaler Turbulenzen.
Die Handlung spielt im serbischen Mittelklassemilieu der Zwischenkriegszeit, wo gesellschaftliche Konventionen, Familienruf und finanzieller Status die Partnerwahl stark beeinflussen. Durch Begegnungen junger Menschen, Salonbesuche, Familiengespräche und unerwartete Ereignisse entwickelt sich die Beziehung zwischen den Hauptfiguren, deren Gefühle oft von Stolz, Unsicherheit und der Angst vor Zurückweisung bestimmt sind. Die Autorin enthüllt nach und nach ihre Charaktere und zeigt, wie sich Verletzlichkeit und das Bedürfnis nach echter Nähe hinter scheinbarem Selbstbewusstsein verbergen.
Der Titel „Entführung“ ist kein Motiv für einen Kriminalfall, sondern ein symbolischer Ausdruck für das Erobern von Herzen und das Brechen traditioneller Erwartungen darüber, wer in der Liebe den ersten Schritt machen sollte. Mit Humor, lebendigen Dialogen und psychologisch tiefgründigen Charakteren schildert Mir-Jam den Konflikt zwischen gesellschaftlichen Normen und persönlichen Wünschen und betont dabei die Bedeutung von gegenseitigem Vertrauen, Respekt und Entscheidungsfreiheit. Der Roman verbindet eine romantische Handlung mit einer Schilderung des gesellschaftlichen Lebens und bleibt so dem unverkennbaren Stil der Autorin treu, in dem Liebe, Familie und moralische Werte im Mittelpunkt der Erzählung stehen.
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