
Kakva lijepa nedjelja!
Ein spanischer Schriftsteller und Widerstandskämpfer erinnert sich an einen Sonntag im Konzentrationslager Buchenwald. Durch seine Erinnerungen und Reflexionen enthüllt er die Schrecken des Nationalsozialismus, aber auch die tragischen Wahnvorstellungen d
Was für ein schöner Sonntag! (1980) ist ein autobiografischer Roman des spanisch-französischen Schriftstellers und Politikers Jorge Semprún. Die Handlung dreht sich um einen einzigen Wintersonntag im Jahr 1944, den der Autor als Gefangener im nationalsozialistischen Konzentrationslager Buchenwald verbringt. Der Titel des Romans ist von bitterer Ironie durchdrungen: Während er in der Ferne die idyllischen, schneebedeckten Hänge des Ettersbergs und die Eiche, unter der Goethe schrieb, betrachtet, wird er innerhalb der Lagermauern Zeuge des täglichen Todes und des Rauchs aus dem Krematorium.
Semprún verfasst keine klassische Chronik der Schrecken des Lagers, sondern entwirft eine vielschichtige, nichtlineare Erzählung. Mithilfe der Technik von Zeitsprüngen in Vergangenheit und Zukunft verwebt der Autor Erinnerungen an die spanische Widerstandsbewegung, an illegale Arbeit in Frankreich und an die darauffolgenden politischen Ereignisse. Als überzeugter Kommunist, der gegen den Faschismus kämpfte, analysiert Semprún schonungslos die Schattenseiten seiner eigenen Ideologie anhand seiner Lagererfahrung und zieht Parallelen zwischen den NS-Konzentrationslagern und dem sowjetischen Gulag.
Dieser Roman ist eine ergreifende philosophische Reflexion über Erinnerung, Literatur als einzigen Weg zum Überleben und die Widerstandsfähigkeit des Menschen. Semprún verknüpft persönliches Zeugnis mit tiefgründigen essayistischen Einsichten in die politischen Ideale des 20. Jahrhunderts.
Es werden zwei Exemplare angeboten





