
Sabrana dela V: Rat je bio bolji
Als eigenständige Einheit konzipiert und realisiert, kann dieser Roman auch als zweiter Teil des Buches „Ein Held auf dem Esel“ interpretiert werden. Stärker als in „Hero“ wird hier der Krieg „der besser war“ als riesige Burleske und als Pool dämonischer
Der Roman Der Krieg war besser (erschienen 1977) zählt zu den bedeutendsten Frühwerken von Miodrag Bulatović und markierte seinen Aufstieg in die Spitze der modernistischen Prosa der jugoslawischen Literatur. Das Werk schildert die Absurdität und das moralische Paradoxon der Nachkriegszeit – den Moment, in dem der bewaffnete Kampf endet, aber der seelische Verfall beginnt.
Die Handlung spielt im Nachkriegsmontenegrinisch und auf dem Balkan, einer Welt voller Kriegsveteranen, besiegter Helden und Menschen, die keinen Frieden finden. Mit grotesken Bildern und sarkastischem Tonfall zeichnet Bulatović das Bild von Figuren, die, nachdem sie den Krieg überlebt haben, im Frieden den Sinn des Lebens verlieren. Der Krieg war furchtbar, aber er bot zumindest die Illusion von Sinn und Identität; der Frieden hingegen erzeugt Entfremdung, Heuchelei und innere Leere.
Der Autor verwendet dabei die unverkennbaren Elemente seines Stils – eine Mischung aus brutalem Realismus, fantastischen Visionen und schwarzem Humor. Die Figuren sind Karikaturen und Symbole einer verlorenen Generation, die Ereignisse von Ironie durchdrungen: Jene, die für Ideale kämpften, werden nun zu Geiseln der Gier und der Sinnlosigkeit des Alltags.
Bulatović schafft damit eine eindringliche Parabel über einen Menschen, der nicht mehr ohne Konflikt leben kann, weil der Frieden die wahre Leere offenbart. Der Krieg war besser ist nicht nur ein Kommentar zum Kriegserlebnis, sondern auch eine philosophische Auseinandersetzung mit der ständigen menschlichen Neigung zur Zerstörung und Selbstvernichtung. Der Roman gilt als eines der wichtigsten Antikriegswerke der südslawischen Literatur.
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