
Vanja Radauš: Monografska izložba skulptura
In Lida Roja Depolos Monographie wird Radauš' Werk anhand von Schlüsselskulpturen, Zeichnungen und Zyklen vorgestellt, wobei sein emotionaler, ausdrucksstarker Stil und die Bewegung zwischen historischen Themen, sozialen Motiven und persönlichen Visionen
In der Monografie „Vanja Radauš: Monografische Ausstellung ihrer Skulpturen“ bietet die Kunsthistorikerin Lida Roje Depolo einen umfassenden Überblick über eines der bedeutendsten skulpturalen Werke der kroatischen Moderne. Das Buch zeigt Radauš als Künstlerin, die kraftvolle Figuration mit expressionistischer Dramatik verband und Werke hinterließ, die sowohl historisches Gewicht als auch persönliche emotionale Tiefe besitzen.
Roje Depolo führt die Lesenden durch die Entwicklung von Radauš’ Skulptur: von frühen Werken, die von groben Formen und der Auseinandersetzung mit der menschlichen Figur geprägt sind, über kraftvolle Zyklen, inspiriert von nationalen Tragödien, Kriegserfahrungen und sozialen Themen, bis hin zu späteren Skulpturen mit einem introspektiveren, fast mythologischen Ton. Einen besonderen Platz nehmen Werke wie die Darstellungen des engagierten Krieges, Porträts starker Persönlichkeiten und dramatische, spannungsgeladene Figuren ein, die menschliches Leid, Widerstand und Würde einfangen.
Die Monografie enthält zudem eine Reihe von Fotografien, die Radauš’ charakteristische Handschrift deutlich zeigen: eine unruhige Oberfläche, ein starker Linienrhythmus, eine spürbare innere Leidenschaft in jeder Figur. Roje Depolo hebt zudem Radauš’ Bedürfnis nach thematischen Zyklen hervor – seien es historische Motive, Gesellschaftskritik oder symbolische Darstellungen eines Mannes, der mit seinen eigenen Grenzen konfrontiert wird.
Der Text liefert den Entstehungskontext der Werke, ihre Ausstellungsgeschichte und ihre Stellung innerhalb der kroatischen Kunst, ermöglicht aber auch ein tieferes Verständnis von Radauš’ Persönlichkeit: seine Neigung zu prophetischen Gesten, sein moralisches Engagement und eine Ästhetik, die nicht beschönigt, sondern entlarvt. Die Monografie wird somit nicht nur zu einem Ausstellungsführer, sondern auch zu einer eindrucksvollen Interpretation des Künstlers, der die kroatische Bildhauerei des 20. Jahrhunderts mit seinem Werk prägte.
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