
U potrazi za Kainom i Abelom
In seinem Roman „Auf der Suche nach Kain und Abel“ folgt Roman Pavić dem Chirurgen Ivan Mandić auf seiner Suche nach einem Gemälde von Celestin Medović und enthüllt dabei das Schicksal des Anwalts Niko Andrijašević sowie die Geschichte dieser Gegenden dur
Der Zagreber Spitzenchirurg Ivan Mandić ist ein großer Kunst-, Literatur- und Malereiliebhaber. Als er eines Tages durch die Kunstgalerie in Dežmanovo prolaz schlendert und Celestin Medovićs Gemälde Kain und Abel entdeckt, weiß er sofort, dass er es unbedingt an seiner Wand haben möchte. Auf der Suche nach dem Gemälde gerät er unversehens in die Welt von falschen Sammlern, Kunsthändlern, Fälschern und skurrilen Gestalten. Das begehrte Medović-Gemälde befindet sich im Besitz eines ungewöhnlichen Paares, Vatroslav und Micika, und hängt an den ungewöhnlichsten Orten in ihrer Wohnung. Ivan setzt alles daran, das Gemälde in seinen Besitz zu bringen, doch dabei erfährt er auch dessen Schicksal. Kain und Abel sowie ein weiteres Medović-Gemälde, Hlap, befanden sich einst in der Sammlung von Niko Andrijašević, dem berühmtesten Anwalt Sarajevos der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Das Schicksal des Gemäldes, des Malers, vor allem aber der Familie Andrijašević, ist turbulent und tragisch. Durch es spiegelt sich die Geschichte unserer Region vom Ende des 19. Jahrhunderts wider: die Ermordung Erzherzog Ferdinands, die beiden Kriege und die Nachkriegszeit, Tragödien und Brudermorde nehmen biblische Züge an, ebenso wie die Figuren im Gemälde selbst.
Auf der Suche nach Kain und Abel ist ein Roman über die Leidenschaft für Kunst, über die unwiderstehliche Anziehungskraft mancher Gemälde, über die Geschichte und ihren Einfluss auf jeden Einzelnen. Roman Pavić erweckt sorgfältig, akribisch, detailreich, mit einem Hauch von Humor und Tragik ein Kunstwerk, eine Epoche, aber auch unsere Moderne zu neuem Leben. Er schildert menschliche Schwächen und Werte, und wie in Medovićs Meisterwerk erscheinen Tod und Leben, Liebe und Leidenschaft, Angst und Hoffnung in all ihren Nuancen vor uns.
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