
Zlatno telešce
Der Film „Das goldene Kalb“ (1931) erzählt die Geschichte des gerissenen Hochstaplers Ostap Bender, der im sowjetischen Russland während des ersten Fünfjahresplans einen geheimen Millionär sucht, um reich zu werden. Dabei stößt er auf die Absurdität der B
Der Roman ist die Fortsetzung des berühmten Zwölf Stühle. Der Protagonist, der geniale Intrigant Ostap Bender, sucht diesmal in der Sowjetunion nach einem echten Millionär, der den ersten Fünfjahresplan umsetzt. Bender glaubt, einen Mann zu finden, der ein großes Vermögen versteckt hat, und versucht, ihn von dieser Last zu befreien. Auf seinem Weg begegnet er einer ganzen Reihe brillant gezeichneter Charaktere: sowjetischen Bürokraten, Fünfjahresplan-Enthusiasten, Betrügern, Romantikern und ganz normalen Bürgern.
Ilf und Petrov schreiben mit brillanter Satire, die alle Schichten der sowjetischen Gesellschaft – Planwirtschaft, Kollektivierung, die neue Moral, Karrierismus und Heuchelei – aufs Korn nimmt. Der Roman ist voller geistreicher Dialoge, urkomischer Situationen und treffender Beobachtungen. Bender ist hier noch zynischer und nüchterner als im ersten Roman, und am Ende erkennt er, dass für einen wie ihn in der neuen Gesellschaftsordnung kein Platz mehr ist.
Der Stil ist rasant, pointiert und überaus humorvoll. Das Buch ist gleichermaßen unterhaltsam wie tiefgründig kritisch gegenüber der sowjetischen Realität. Die kroatische Ausgabe von 1934 erfreute sich großer Beliebtheit, da die Leser die Kritik am System, die sich damals auch in unserem Land immer stärker bemerkbar machte, sehr schätzten.
Das goldene Kalb gilt als einer der besten satirischen Romane des 20. Jahrhunderts und als Klassiker der russischen Literatur. Zusammen mit Die zwölf Stühle bildet es ein unverzichtbares Diptychon über Ostap Bender. Binozas Ausgabe von 1934 ist heute eine begehrte Antiquariatsausgabe.
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