
Pavao Šegota
Pavao Šegota, ein begabter junger Mann aus der armen Region Podgora, geht zum Studieren nach Prag. Der Roman schildert seinen Kampf mit der neuen Umgebung, die Liebe, die Armut und die Enttäuschungen. Eine realistische Darstellung des Verfalls eines Talen
Pavao Šegota (1888) ist der erste Roman von Vjenceslav Novak und eines der bedeutendsten Werke des frühen kroatischen Realismus. In der von Slavko Ježić herausgegebenen Minerva-Ausgabe (erster Band der Gesammelten Werke) erzählt der Roman die eindringliche, autobiografisch geprägte Geschichte eines jungen Mannes aus der Provinz, der zum Studium nach Prag geht.
Der talentierte und idealistische Pavao Šegota stammt aus dem armen Hinterland von Senj und ist voller Wissensdurst und dem Wunsch nach einer besseren Zukunft. Im Prager Studentenleben begegnet er einer völlig anderen Welt – Gasthäusern, Nationalstolz, Liebesverlockungen, Armut und moralischem Verfall. Novak schildert meisterhaft den Konflikt zwischen romantischen Idealen und der harten Realität, das allmähliche Zerbrechen des jungen Talents unter dem Druck der Fremde.
Das Werk ist ein exzellenter sozialpsychologischer Roman, der das Schicksal eines begabten Mannes, den Preis der Bildung für Arme, den Konflikt zwischen Tradition und Moderne und den Zusammenbruch von Idealen thematisiert. Reichhaltige Beschreibungen von Podgorje und Prag, lebendige Charaktere und eine tiefgründige Psychologie machen diesen Roman zu einem Klassiker der kroatischen Literatur des 19. Jahrhunderts und zu einem Vorboten von Novaks großen Werken wie Die letzten Stipančićs.
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