
Božji međaši: Pripovijest iz Istre
Ivan Pregelj (1883–1960), ein slowenischer Schriftsteller, Professor und katholischer Intellektueller, unterrichtete kurzzeitig am Gymnasium von Pazin. Aus dieser Erfahrung entstand die Erzählung Božji mejniki (Gottes Meilensteine) (1925), die später unte
„Gottes Grenzen“ (1925) ist eine istrische Geschichte über den kroatischen Priester Don Šime Križmanić (benannt nach Šime). Inspiriert von Bischof Juraj Dobrila, kämpft er im 19. Jahrhundert inmitten von Armut, italienischem Druck und der Passivität der Kirche für die spirituelle, soziale und nationale Erneuerung des istrischen kroatischen Volkes. Das Werk betont den Glauben als treibende Kraft hinter „Gottes Grenzen“ – den Grenzen von Gerechtigkeit und Identität.
Die Handlung spielt im 19. Jahrhundert, zur Zeit von Bischof Juraj Dobrila, dem großen istrischen Erweckungsprediger. Die Hauptfigur ist der junge Priester Šime Križmanić aus Ježenje (wie Dobrila). Nach seiner Priesterweihe wirkt er in Triest, seinem Vorbild folgend, und kommt dann vorübergehend nach Istrien, um den erkrankten Pfarrer von Tinjan zu vertreten. Aus einem kurzen Aufenthalt wird ein längerer, in dem er sich intensiv der Seelsorge und Sozialarbeit widmet.
Pregelj schildert realistisch und mit tiefem Mitgefühl das harte Leben der istrischen kroatischen Bauern – materielle Not, spirituelle Vernachlässigung, nationale Unterdrückung unter italienischem Einfluss und die oft passive Haltung des Klerus. Don Šime folgt Dobrilas Vorbild: aktives Handeln, das die vertikale Dimension des Glaubens (Gebet, Trost) mit der horizontalen Dimension der sozialen Fürsorge verbindet. Er organisiert, lehrt, stärkt den Glauben, begegnet Widerständen und Herausforderungen, gibt aber nicht auf. Der Glaube ist nicht abstrakt, sondern aktiv – er errichtet „Gottes Grenzen“, die Grenzen der Würde, der Harmonie und der nationalen Identität.
Der Stil ist typisch für Pregelj: expressionistische Kraft, psychologische Tiefe, katholische Ethik und Nationalromantik. Das Werk gehört zum Genre der historischen/bäuerlichen Erzählung mit kriminellen und sozialen Elementen, ist aber vor allem eine Hymne an die priesterliche Berufung im Dienst des Volkes. Es war unter den Kroaten in Istrien auch während der italienischen Besatzung beliebt, da es die Identität stärkte.
Das Buch ist ein wichtiges Dokument zur istrischen Renaissance, zum katholischen Sozialengagement und zur Rolle der Priester als nationale Führungspersönlichkeiten. Heute wird es als Zeugnis regionaler Geschichte und als universelle Botschaft eines gelebten Glaubens gelesen.
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