
Sikamora
„Sikamura“ ist eine Sammlung, die keine klaren Antworten liefert, sondern den Leser vielmehr zur Interpretation und Reflexion anregt, was sie im Kontext der zeitgenössischen Literatur anspruchsvoll, aber bedeutsam macht.
Goran Samardžićs Kurzgeschichtensammlung „Sikamura“ vereint kurze, fragmentarische Texte, die sich mit den inneren Zuständen der Figuren, dem Gefühl der Entfremdung, der gespaltenen Identität und der existenziellen Unsicherheit des modernen Menschen auseinandersetzen. Die Handlung der einzelnen Geschichten ist oft reduziert oder bewusst unklar, während der Schwerpunkt auf der psychologischen Atmosphäre und der subjektiven Realitätserfahrung liegt. Die Figuren sind zumeist isolierte Individuen, Ausgestoßene oder Beobachter ihres eigenen Lebens, und „Sikamura“ erscheint als symbolischer Raum oder Bewusstseinszustand, nicht unbedingt als konkreter Ort. Dieses Motiv verbindet die Geschichten zu einem Ganzen und suggeriert Flucht, Bruch oder den Versuch der Selbsterkenntnis. Der Stil ist minimalistisch, introspektiv und bisweilen hermetisch, mit häufigem Gebrauch von innerem Monolog, Ellipse und offenen Enden. Die Sammlung spiegelt die postmoderne Poetik und den Geist der 1990er-Jahre wider, mit einem ausgeprägten Gefühl der Unsicherheit, des Haltverlusts und der Unzuverlässigkeit der Realität.
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