
Salz auf unserer Haut
Benoîte Groults leidenschaftlicher Roman erzählt die lebenslange Liebe zwischen der Pariserin George und dem bretonischen Fischer Gauvain. Trotz tiefgreifender Unterschiede in Stand und Intellekt hält ihre körperliche Anziehung über Jahrzehnte an.
Salz auf unserer Haut zählt zu den bekanntesten und meistverkauften Werken der französischen Literatur des späten 20. Jahrhunderts. Die Handlung erzählt die jahrzehntelange Liebesgeschichte zwischen George, einem Intellektuellen und Professor aus Paris, und Gauvain, einem einfachen und kernigen Fischer aus der Bretagne. Ihre erste Begegnung findet in ihrer Jugend während eines Sommerurlaubs statt, als eine unwiderstehliche körperliche Anziehungskraft zwischen ihnen entbrennt.
Trotz ihrer starken Leidenschaft lehnt George eine Heirat mit Gauvain ab, da sie weiß, dass unüberbrückbare Unterschiede in Klasse, Bildung und Ideologie ihr Zusammenleben schnell zerstören würden. Stattdessen führen beide getrennte Leben – sie heiraten andere Partner und verfolgen ihre eigenen Karrieren –, doch über dreißig Jahre hinweg treffen sie sich regelmäßig heimlich in verschiedenen Teilen der Welt. Diese gelegentlichen Begegnungen, erfüllt von roher körperlicher Leidenschaft und reinen Gefühlen, werden zu ihrem Zufluchtsort und zum wahren Kern ihres Daseins.
In diesem Roman erkundet Benoîte Groult ehrlich und ohne Tabus weibliche Sexualität, Begehren und die Komplexität emotionaler Beziehungen. Anhand der Figur des unabhängigen George hinterfragt der Autor traditionelle Formen der Liebe und der Ehe und zeigt, wie aufrichtige Leidenschaft und spirituelle Freiheit trotz des Zeitablaufs, sozialer Normen und der Distanzen des Lebens bestehen können.
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