
Sirota – roman iz istarskog života
Der naturalistische Roman schildert das tragische Schicksal der Waise Marica in Istrien. Anhand des beschwerlichen Dorflebens, moralischer Versuchungen und Ungerechtigkeiten veranschaulicht der Autor den Konflikt zwischen Aufrichtigkeit und einer gefühllo
„Sirota“ (Das Waisenmädchen) ist ein 1885 erschienener Roman von Eugen Kumičić – mit dem Untertitel „Ein Roman aus dem Leben Istriens“ –, in dem der Autor in seine Heimatregion zurückkehrt, um die harten sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse auf dem istrischen Land im späten 19. Jahrhundert zu schildern. Im Mittelpunkt steht Marica, eine Waise, deren Leben zu einem unaufhörlichen Kampf um das Überleben und die eigene Würde in einem grausamen und ungerechten Umfeld wird. Anhand von Maricas tragischem Schicksal zeichnet Kumičić das mühsame Leben der Landbevölkerung sowie den moralischen Verfall von Menschen nach, die von Armut, Gier und Ungerechtigkeit getrieben werden. Die Handlung wird durch dörfliche Intrigen, Misshandlungen und einen Konflikt vorangetrieben, der auf dem Gegensatz zwischen Maricas Reinheit, Ehrlichkeit und Frömmigkeit einerseits und der Gefühllosigkeit und Selbstsucht ihrer Mitmenschen andererseits beruht. Als bedeutender Vertreter des kroatischen Naturalismus und Realismus schildert Kumičić in diesem Werk detailgetreu die istrische Landschaft, die Bräuche und die sozialen Ungleichheiten. Besonderes Augenmerk legt er dabei auf die nationale und soziale Unterdrückung, der die istrische Landbevölkerung ausgesetzt war. „Sirota“ ist eine erschütternde Studie über menschliches Leid, Ungerechtigkeit und die Ausbeutung der Schwachen, zugleich aber auch ein eindrucksvolles Zeugnis für die Widerstandskraft und die Bewahrung der menschlichen Würde selbst unter widrigsten Lebensumständen.
Angeboten wird ein Exemplar





