
U ime kapitala
„Im Namen des Kapitals“ (2021) von Paula Rem ist ein dystopischer und gesellschaftskritischer Roman. Anhand einer dynamischen Handlung untersucht er die Auswirkungen von Konzernmacht, Konsumdenken und dem Verlust der Menschlichkeit in der modernen Welt.
Der Roman „Im Namen des Kapitals“ der jungen kroatischen Autorin Paula Rem, erschienen 2021, ist ein fesselndes und vielschichtiges Werk, das sich mit den drängenden Problemen der heutigen Gesellschaft auseinandersetzt: rücksichtsloser Kapitalismus, Profitgier von Konzernen und die Kommerzialisierung aller Lebensbereiche. Angesiedelt in einer düsteren und zugleich erschreckend realistischen Welt, zeichnet der Roman das Bild einer Welt, in der materieller Profit, wirtschaftliche Interessen und Markteffizienz zu den höchsten Werten geworden sind und Ethik, Empathie und zwischenmenschliche Solidarität verdrängen. Anhand einer packenden Handlung und vielschichtiger Charaktere analysiert die Autorin, wie der systemische Druck des Kapitals den Einzelnen prägt und ihn zwingt, Kompromisse einzugehen und seine Integrität für das Überleben oder den sozialen Aufstieg zu opfern. Die dynamische Erzählweise, durchdrungen von scharfer Ironie und überzeugender Gesellschaftskritik, regt den Leser dazu an, das System, in dem er lebt, zu hinterfragen. In diesem Roman beweist Paula Rem ein außergewöhnlich reifes erzählerisches Können und verbindet Elemente des Sozialdramas, der politischen Satire und dystopischer Elemente. „Im Namen des Kapitals“ ist eine provokante und dringend notwendige Lektüre, die eine eindringliche Kritik am Konsumismus liefert und vor den Gefahren warnt, die entstehen, wenn finanzielle Werte die vollständige Kontrolle über das menschliche Schicksal übernehmen.
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