
Zagrepčanka
Dieser kroatische Kultroman erzählt die Geschichte einer rebellischen jungen Frau namens Marijana und ihrer leidenschaftlichen, aber unmöglichen Liebesbeziehung zu einem Arbeiter namens Vanja. Es ist eine Geschichte über Klassenunterschiede, Freiheit, Ero
Branislav Glumacs Zagrepčanka (1978) zählt zu den meistverkauften und einflussreichsten kroatischen Großstadtromanen aller Zeiten. Die Handlung folgt Marijana, einer jungen Frau aus einer wohlhabenden und angesehenen Zagreber Familie im Stadtviertel Tuškanac, die inmitten von oberflächlichem Glamour, Heuchelei und Familiengeheimnissen aufwächst. Im Aufbegehren gegen ihre Familie und die bürgerliche Konformität führt Marijana ein provokantes, promiskuitives Leben, bis sie Vanja begegnet, einem armen, unscheinbaren Arbeiter. Zwischen ihnen entfaltet sich eine leidenschaftliche und tiefgründige – wenngleich letztlich tragische – Liebe, die durch unüberwindbare Klassen-, Sozial- und Generationsunterschiede belastet ist. Durch ihre Beziehung entlarvt Glumac schonungslos den moralischen Verfall und die Scheinheiligkeit der damaligen High Society und Elite. Der Roman, der sich durch einen innovativen und subversiven Schreibstil auszeichnet – insbesondere durch den Verzicht auf konventionelle Satzzeichen wie Punkte und Kommas –, bietet eine unverblümte, dynamische und authentische Schilderung des Zagreber Straßen- und Nachtlebens, der jugendlichen Rebellion und der Erotik. Zagrepčanka bleibt eine zeitlose Geschichte über die Suche nach wahrer Liebe und persönlicher Freiheit inmitten gesellschaftlicher Zwänge und Tabus.
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