
Bez dogme
Der 1891 erschienene Roman ist eines der berühmtesten psychologischen und sozialen Werke von Henrik Sjenkjevič. Im Gegensatz zu seinen historischen Romanen präsentiert dieses Werk eine introspektive und philosophische Darstellung des dekadenten Adels im 1
Die Hauptfigur Leon Ploszowski, ein gebildeter Aristokrat, verkörpert die Dilemmata und Unsicherheiten des modernen Menschen. Er ist ein Intellektueller ohne klares Ziel, hin- und hergerissen zwischen Emotionen, philosophischen Gedanken und seiner eigenen Unfähigkeit, Entscheidungen zu treffen. Seine Liebesgeschichte mit Aniel, einer keuschen und moralischen Frau, wird zum zentralen Konflikt des Romans – während sie traditionelle Werte symbolisiert, führen Leons Unentschlossenheit und Unfähigkeit, sich zu verpflichten, zum Verlust der wahren Liebe.
Sienkiewicz zeigt anhand von Leon den Niedergang der polnischen Aristokratie, den Verlust solider moralischer Grundlagen und die Identitätskrise in der Zeit der Modernisierung. Der Roman ist in Form eines Tagebuchs verfasst, das einen tiefen Einblick in Leons inneren Kampf gewährt. „Without Dogma“ ist nicht nur eine Geschichte über unerfüllte Liebe, sondern auch über die Unfähigkeit, sich an eine sich verändernde Welt anzupassen.
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