
12 stolica
Eine satirische Schatzsuche im postrevolutionären Russland. Der ehemalige Adlige Ippolit Matwejewitsch Worojaninow und der Trickbetrüger Ostap Bender jagen Wertgegenständen hinterher und entlarven dabei die Gier und Absurditäten der sowjetischen Gesellsch
Die zwölf Stühle (1928) ist ein Klassiker der russischen Satire und eines der bekanntesten humoristischen Werke des 20. Jahrhunderts. Die Autoren Ilja Iljitsch und Jewgeni Petrow schufen eine lebendige Geschichte über eine Gesellschaft, in der Revolution, Ideale und alltäglicher Opportunismus in grotesker Weise aufeinanderprallten. Die Handlung beginnt, als der ehemalige Adlige Ippolit Matwejewitsch Worobjaninow, nun ein einfacher Beamter, erfährt, dass seine Schwiegermutter vor ihrer Flucht vor den Bolschewiki die Familienjuwelen in einem der zwölf Stühle der ehemaligen Suite versteckt hat.
Die Suche nach dem Schatz wird bald von dem charmanten und skrupellosen Abenteurer Ostap Bender, dem „großen Kombinierer“, begleitet, der mit seinem Humor, Zynismus und Witz zur treibenden Kraft des Romans wird. Ihre Reise durch die Städte und Dörfer der Sowjetunion entwickelt sich zu einer Reihe komischer Episoden, in denen die Autoren Bürokratie, geistige Armut, provinzielle Moralvorstellungen und die verhängnisvollen Ideale der neuen Zeit persiflieren.
Der Roman ist Abenteuergeschichte und scharfsinnige Gesellschaftssatire zugleich – das Porträt eines Landes im Umbruch, in dem Gier, Wahnsinn und Naivität zum neuen Alltag geworden sind. Die Sprache ist geistreich und rasant, die Dialoge brillant rhythmisch, und die Figuren sind karikaturhaft, aber zutiefst menschlich. Die zwölf Stühle geht somit über die Parodie hinaus und wird zu einer Allegorie über die menschliche Natur, das unerbittliche Streben nach Glück und die Fähigkeit zu lachen als Überlebensstrategie in der Absurdität der Geschichte.
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