
Uspomene sovjetskog diplomate
Memoiren eines langjährigen sowjetischen Botschafters in London (1932–1943): Majski gibt Zeugnis aus erster Hand über die Diplomatie der Vorkriegszeit, die Beschwichtigungspolitik, den Ribbentrop-Molotow-Pakt und die Kriegsverhandlungen mit dem Westen.
Das Buch Memoiren eines sowjetischen Diplomaten von Iwan Michajlowitsch Majskij (russisch: Iwan Michajlowitsch Majskij, 1884–1975) ist eine kroatisch-serbische Ausgabe seiner Memoiren. Es konzentriert sich auf die Schlüsselperiode seines Lebens als sowjetischer Botschafter in Großbritannien von 1932 bis 1943. Majskij, ein ehemaliger Menschewik, der sich den Bolschewiki anschloss, war einer der wenigen sowjetischen Diplomaten, die lange Zeit in der westlichen Welt tätig waren und einen detaillierten, persönlichen Bericht über die wichtigsten Ereignisse vor und während des Zweiten Weltkriegs hinterließen.
Im Zentrum stehen seine Zeugnisse über die britische Appeasement-Politik gegenüber Hitler (München 1938), die gescheiterten Verhandlungen über das Bündnis zwischen der UdSSR und dem Westen 1939, die Unterzeichnung des Ribbentrop-Molotow-Pakts, Churchills Machtergreifung, den deutschen Angriff auf die UdSSR 1941 und die intensiven Diskussionen über die Eröffnung einer zweiten Front in Europa. Maisky beschreibt Treffen mit Schlüsselfiguren – Churchill, Eden, Halifax, Lloyd George – sowie interne sowjetische Dilemmata und Stalins Anweisungen aus Moskau.
Die Memoiren sind im Stil klassischer diplomatischer Memoiren verfasst: Sie verbinden offizielle Berichte, persönliche Eindrücke, Anekdoten und politische Analysen mit dem für die damalige Zeit typischen gemäßigten sowjetischen Ideologieton. Es handelt sich nicht um kritische Memoiren gegen Stalin (Maisky wurde später 1953 verhaftet, aber rehabilitiert), sondern um einen Einblick in die sowjetische Sicht auf den Westen während der Krisenjahre. Das Buch ist eine wertvolle historische Quelle, um die Dynamik des Bündnisses im Zweiten Weltkrieg, das Europa der Vorkriegszeit und die sowjetische Außenpolitik aus der Perspektive eines Mannes zu verstehen, der vor Ort war.
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