
Marin Držić: pjesnik dubrovačke sirotinje
Das Buch des kroatischen Schriftstellers und Essayisten Živko Jeličić zählt zu den einflussreichsten Interpretationen von Marin Držić. Jeličić sieht in Držić einen Schriftsteller, der dem einfachen Volk nahestand und die sozialen Ungerechtigkeiten der Dub
In seiner Studie entwickelt Jeličić die These, dass Držić nicht nur als Komödiendichter der Renaissance, sondern auch als Autor zu betrachten sei, der durch seine Werke die Interessen und Gefühle des rabbinischen Volkes zum Ausdruck brachte. Ausgehend von den sozialen Verhältnissen in der Rabbischen Republik des 16. Jahrhunderts schildert der Autor den Konflikt zwischen Adel und einfachen Bürgern und interpretiert Držićs Komödien als Kritik an den privilegierten Gesellschaftsschichten. In diesem Kontext wird Držić zum Dichter der armen Bevölkerung Dubrovniks, also zu einem Schriftsteller, der Ungerechtigkeit, Heuchelei und soziale Unterschiede mit Humor, Satire und farbenfrohen Volksfiguren anprangert.
Die Studie basiert auf Jeličićs früheren Forschungen zu Držić und ist Teil eines umfassenderen Vorhabens, die kroatische Literatur der Renaissance aus einer sozialhistorischen Perspektive zu interpretieren. Der Autor selbst betonte, dass es sich um einen Teil einer umfassenderen Studie handelte, die er zuvor in gekürzter Form veröffentlicht hatte.
Obwohl spätere Literaturhistoriker einige von Jeličićs Schlussfolgerungen infrage gestellt haben, bleibt das Buch für die kroatische Držić-Forschung von Bedeutung, da es zu den ersten gehörte, die Držićs Leben, seine politischen Ansichten und seine literarischen Figuren systematisch mit den sozialen Verhältnissen Dubrovniks seiner Zeit verknüpften. Es eröffnete somit Raum für neue Interpretationen von Držićs Werk und seiner Bedeutung für die kroatische Kulturgeschichte.
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