
Vojske
Ein ergreifender Roman über Ismael und seine Frau Otilia im kolumbianischen Dorf San José, das langsam von verschiedenen Akteuren – Guerillas, Paramilitärs, der Armee und Drogenbanden – zerstört wird. Ein eindringliches Porträt der Sinnlosigkeit des Bürge
Armeen (2006) des kolumbianischen Schriftstellers Evelio Rosero ist einer der eindringlichsten Romane über den kolumbianischen Bürgerkrieg. Die Geschichte spielt im scheinbar idyllischen Dorf San José.
Der pensionierte Professor Ismael Pasos und seine Frau Otilia führen ein friedliches Leben, bis die Gewalt verschiedener bewaffneter Gruppen – Guerillas, Paramilitärs, der Armee und Drogenkartelle – das Dorf nach und nach erfasst. Ismael, der seine Nachbarin Geraldine gern beobachtet, wird zum hilflosen Zeugen von Entführungen, Morden, Raubüberfällen und dem Verschwinden von Angehörigen. Als auch Otilia bei einem der Angriffe verschwindet, bricht seine Welt zusammen.
Rosero schreibt präzise, schonungslos und ohne unnötiges Pathos. Der Roman ist zugleich eine intime Geschichte über das Älterwerden, die Liebe und den Verlust sowie eine universelle Allegorie der Gewalt, die Gemeinschaft und menschlichen Geist zerstört. Das Buch wurde 2006 mit dem renommierten Tusquets-Preis und 2009 mit dem Independent Foreign Fiction Prize in Großbritannien ausgezeichnet.
„Armies“ ist ein Meisterwerk der zeitgenössischen lateinamerikanischen Literatur – ein düsterer, verstörender und zutiefst menschlicher Bericht über die Schrecken des langjährigen Konflikts in Kolumbien, der über seinen lokalen Kontext hinausgeht und zu einer universellen Geschichte über Krieg, Angst und menschliche Verletzlichkeit wird.
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