
Tisuću žarkih sunaca
Eine bewegende Geschichte über zwei afghanische Frauen, Mariam und Laila, deren Schicksale sich im kriegszerstörten Kabul verflechten. Ein Roman über Liebe, Leid, Mutterschaft und die unzerstörbare Stärke von Frauen unter dem Terror der Taliban.
Tausend strahlende Sonnen (2007) ist der zweite Roman von Khaled Hosseini, dem Autor des weltberühmten Bestsellers Der Drachenreiter. Der Roman erzählt die Geschichte zweier Frauen in Afghanistan über mehrere Jahrzehnte. Mariam ist die uneheliche Tochter eines wohlhabenden Geschäftsmanns und wird in Kabul zu einer unglücklichen Ehe mit dem viel älteren Rasheed gezwungen. Laila ist ein junges, schönes und gebildetes Mädchen aus der Nachbarschaft, dessen Leben sich nach dem Tod ihrer Eltern und den Schrecken des Krieges dramatisch verändert. Die beiden Frauen, die durch eine Generation getrennt sind, müssen sich ein Dach über dem Kopf und einen Ehemann teilen, was anfangs zu Spannungen führt, sich aber später zu einer tiefen, lebensrettenden Schwesterbindung entwickelt.
Hosseini schildert meisterhaft die afghanische Geschichte von der sowjetischen Besatzung über den Bürgerkrieg bis hin zur Schreckensherrschaft der Taliban. Das Buch schildert schonungslos ehrlich das Leid der Frauen unter dem Taliban-Regime – das Bildungsverbot, öffentliche Hinrichtungen, häusliche Gewalt und die völlige Gesetzlosigkeit.
Trotz all des Grauens strahlt der Roman die unzerstörbare Kraft weiblicher Solidarität, mütterlicher Liebe und Hoffnung aus. Der Stil ist emotional, aber niemals rührselig. Tausend strahlende Sonnen gilt als einer der eindringlichsten Romane über die Erfahrungen von Frauen im Krieg und als eines der bewegendsten Werke der zeitgenössischen Weltliteratur.
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