
Das große Versprechen
Nachdem Lally als Waise von einem wohlhabenden Arbeiter gerettet wurde, wächst sie bei dessen Familie auf. Inmitten der Härten des Krieges und der sozialen Umbrüche des 20. Jahrhunderts werden ihre Loyalität und ihr Versprechen auf die Probe gestellt.
Catherine Gaskins Roman „Das große Versprechen“ ist eine opulente Familiensaga voller Drama, Loyalität und dem Kampf ums Überleben in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Geschichte beginnt in einer Industriestadt in Yorkshire, als der Geschäftsmann Black Jack Pollock die verlassene, arme Lally Leeds rettet und beschließt, sie wie seine eigenen Kinder aufzuziehen.
Auf dem Familiengut aufwachsend, entwickelt Lally eine tiefe Verbundenheit und Dankbarkeit gegenüber ihrer Adoptivfamilie. Doch mit dem Heranwachsen der Kinder wird die Familie Pollock von zahlreichen Problemen und internen Konflikten heimgesucht – von unglücklichen Liebesbeziehungen über die verheerenden Folgen des Ersten Weltkriegs in Frankreich bis hin zu den sozialen und finanziellen Wirren der 1920er-Jahre in Amerika. Inmitten dieser Krisen ist es Lally, die zum Fels in der Brandung wird und versucht, die Familie zusammenzuhalten, wobei sie oft die Bedürfnisse anderer und die gegebenen Versprechen über ihr eigenes Glück stellt.
In diesem Werk verknüpft Gaskin historische Begebenheiten mit bewegenden menschlichen Schicksalen. Anhand der Figur Lally Leeds erkundet die Autorin die Grenzen familiärer Loyalität, den Preis und die Bedeutung gegebener Versprechen sowie die Identitätssuche eines Mädchens, das seinen Platz in einer Welt voller sozialer Unterschiede sucht.
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