
Trans-Atlantik
Ein satirischer Roman von Witold Gombrowicz, erschienen 2009. In einer grotesken, autobiografischen Geschichte, die in Argentinien spielt, hinterfragt der Autor scharf die polnische nationale Identität, Tradition und die Absurditäten der Emigration.
„Transatlantisch“ (kroatische Ausgabe von 2009) ist einer der bekanntesten und interessantesten Romane des großen polnischen Modernisten Witold Gombrowicz. Basierend auf den persönlichen Erfahrungen des Autors, als ihn der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs in Buenos Aires traf, behandelt der Roman in grotesken, satirischen und parodistischen Formen die brennenden Themen Zugehörigkeit, Patriotismus, Tradition und menschliche Freiheit. Die Handlung folgt einer fiktiven Version des Schriftstellers selbst, der mittellos und ohne Ansehen in Argentinien festsitzt, inmitten polnischer Emigranten, die verzweifelt versuchen, ihre patriotischen Bräuche und ihre starre Mentalität aufrechtzuerhalten. Gombrowicz stellt meisterhaft die Konzepte von „Vaterland“ (Tradition, Vergangenheit, Nationalstolz) und „Sohnschaft“ (Jugend, Freiheit, Zukunft und der Sturz alter Dogmen) gegenüber. In einer Reihe bizarrer und komischer Situationen – wie einem Duell ohne Kugeln oder einem Wettstreit exzentrischer Reicher – persifliert der Autor gnadenlos konservativen Nationalismus und blinde Verehrung der Vergangenheit und ruft den Leser dazu auf, sich von den Zwängen seiner eigenen Kultur zu befreien, um wahre Freiheit zu erlangen. Der Roman „Transatlantik“, geschrieben in einem spezifischen, archaisch-barocken Stil, der alte polnische Chroniken parodiert, ist ein literarisches Meisterwerk. Es ist ein provokantes und humorvolles Werk, das den Leser dazu anregt, seine eigene Identität und kollektive Mythen zu hinterfragen.
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