
Ruski formalizam i književna istorija
Die Studie analysiert den Beitrag des russischen Formalismus zur Literaturgeschichte und untersucht dabei die Evolution literarischer Formen, die Abfolge von Strömungen, die Theorie der literarischen Entwicklung sowie die spezifische Methodik des formalen
Die Arbeit von Vladislava Ribnikar-Perišić mit dem Titel Russian Formalism and Literary History (1976) analysiert eine der einflussreichsten theoretischen Strömungen der Literaturwissenschaft des 20. Jahrhunderts. Die Autorin untersucht, wie die russischen Formalisten – darunter Jurij Tynjanow, Wiktor Schklowski und Boris Eichenbaum – den Begriff der Literaturgeschichte neu definierten und eine neue Methodik zum Verständnis der literarischen Entwicklung vorschlugen. Anstatt Literatur durch traditionelle biografische, soziologische oder psychologische Raster zu betrachten, konzentrieren sich die Formalisten auf die Autonomie des literarischen Werks und die interne Dynamik der Formen selbst. Die Studie legt besonderes Gewicht auf Tynjanows Theorie der literarischen Evolution, in der Literaturgeschichte nicht als bloße chronologische Abfolge, sondern als ständiger Kampf und Wechsel von literarischen Systemen und Verfahren begriffen wird. Ribnikar-Perišić erläutert das Konzept der „Verfremdung“ (ostranenie), die Rolle der Parodie beim Aufbrechen erstarrter Formen sowie das Verhältnis zwischen literarischer Normativität und Innovation. Die Studie bietet wertvolle Einblicke darin, wie der russische Formalismus die Brücke zwischen der synchronen Textanalyse und der diachronen Nachzeichnung literarischer Prozesse schlug.
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- Beschädigter Rücken





