
Božice
Heinrich Manns opulente Trilogie über das Leben der exzentrischen Herzogin Viola von Assy, die in drei Lebensphasen leidenschaftlich nach Freiheit, Kunst, Macht und absoluter Liebe strebt.
Die Trilogie Die Göttinnen (1903) zählt zu den bedeutendsten und prachtvollsten Werken des deutschen Jugendstils und des frühen Expressionismus und begründete Heinrich Manns literarischen Ruhm. Anhand dreier miteinander verknüpfter Romane – Diana, Minerva und Venus – schildert der Autor das bewegte Leben einer außergewöhnlichen und faszinierenden italienisch-dalmatinischen Adligen: der Herzogin Viola von Assy. Jeder Teil der Trilogie trägt den Namen einer römischen Göttin und symbolisiert eine entscheidende Phase in Violas Leben und ihrem leidenschaftlichen Streben. Im ersten Teil (Diana) finanziert und leitet Viola – getrieben von dem Wunsch nach Freiheit und Unabhängigkeit – eine politische Revolution im Adriaraum. Im zweiten Teil (Minerva) verlagert sich ihr Interesse auf Kunst, Ästhetik und geistige Bestrebungen, während sie sich im abschließenden Teil (Venus) zu einer rücksichtslosen und leidenschaftlichen Liebhaberin wandelt, die nach absoluter erotischer Erfüllung sucht. Mit außergewöhnlicher Bildgewalt und üppiger Sprache zeichnet Mann das Bild der dekadenten europäischen Gesellschaft des späten 19. Jahrhunderts. In der Figur der Viola erschafft er das Porträt einer starken, unbeugsamen Frau, die gesellschaftliche Konventionen ablehnt und ihr eigenes Leben in ein vollendetes Kunstwerk verwandeln will; damit ist der Roman eine zeitlose Hommage an Vitalismus, Freiheit und Ästhetizismus.
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