
Osnove teologije
Proklos Diadochos (412–485), ein neuplatonischer Philosoph, legt in seinem Werk Elemente der Theologie (Elementatio Theologica) systematisch seine metaphysische und theologische Philosophie dar, die auf der platonischen Tradition basiert und von Plotin un
Das Werk ist als eine Reihe logisch verknüpfter Axiome und Propositionen strukturiert, mit dem Ziel, das Wesen der Wirklichkeit, Gottes und die Beziehung zwischen dem Einen und dem Vielen zu erklären.
Proklos beginnt mit dem Konzept des Einen (to Hen), eines absoluten, transzendenten Prinzips über allen Kategorien, das die Quelle allen Seienden ist. Alles Seiende geht vom Einen aus und durchläuft eine Reihe hierarchisch geordneter Ebenen: Geist (Nous), Seele (Psyche) und die materielle Welt. Jede Ebene nimmt am Höheren teil, ist aber naturgemäß begrenzt. Proklos führt das Konzept der Henadas ein, göttlicher Einheiten, die zwischen dem Einen und den niederen Ebenen vermitteln und so Vielfalt innerhalb der Einheit ermöglichen.
Das zentrale Thema ist die Kausalität: Alles geht vom Einen aus, doch Ursachen bleiben in ihren Wirkungen präsent, und Wirkungen kehren zu ihren Ursachen zurück (Prozession und Rückkehr). Proklos betrachtet auch Zeit und Ewigkeit, wobei Ewigkeit eine Eigenschaft höherer Wesen ist, während Zeit ein Merkmal niederer, sich verändernder Ebenen ist.
Das Werk ist bedeutsam, weil es den Neuplatonismus zu einem kohärenten System zusammenfasst und die christliche Theologie (z. B. Pseudo-Dionysius) und die mittelalterliche Philosophie beeinflusst. Proklos' Strenge und logische Präzision machen die Grundlagen der Theologie zu einem Schlüsseltext für das Verständnis der neuplatonischen Metaphysik.
Angeboten wird ein Exemplar