
Hiljadu lotosa
„Tausend Lotusblüten“ (Erstausgabe 1971, mehrere Nachdrucke) stellt die erste umfassende Anthologie indischer Literatur in südslawischen Sprachen dar und deckt den Zeitraum von der Antike (vedische Zeit) bis zum 17. Jahrhundert ab.
Vesna Krmpotić wählte die Texte selbst aus, übersetzte sie (aus dem Englischen, teils indirekt aus dem Original, mit Bengali-Kenntnissen und Interesse am Sanskrit), verfasste ein ausführliches Vorwort und fügte eigene Interpretationen und Kommentare hinzu. Das Buch umfasst etwa 500 Seiten und ist in zehn thematische Einheiten (Kapitel) gegliedert, was ihm einen poetischen und meditativen Fluss verleiht, anstatt einer strengen Chronologie zu folgen.
Die Auswahl beinhaltet:
Veden (Hymnen, Rigveda, Atharvaveda),
Upanishaden (philosophische Texte),
Mahabharata (Auszüge, darunter die Bhagavad-gita),
Ramayana,
Dhammapada (buddhistische Lehren),
klassische Sanskrit-Dichtung (Kālidāsa, Bhartṛhari),
Tamilische Sangam-Gedichte,
mittelalterliche Bhakti-Dichter (Kabir, Mirabai usw.),
Auszüge aus Puranas, alten Dramen und Weisheitstexten.
Der Titel symbolisiert die Lotusblume – tausend Lotusblumen –, eine Blume, die aus dem Schlamm entspringt und in Reinheit erblüht und so die spirituelle Schönheit des indischen Denkens über Jahrtausende hinweg widerspiegelt. Die Anthologie ist nicht nur eine literarische Sammlung, sondern auch die tief persönliche Auseinandersetzung des Autors mit indischer Spiritualität, Vedanta, Buddhismus und Bhakti.
Das Werk hatte großen Einfluss: Es trug zur Popularisierung des klassischen indischen Erbes in unserem Land bei, inspirierte Generationen von Lesern und blieb jahrzehntelang ein Standardwerk.
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