
Nasrudin Hodža: Anegdote
Eine Sammlung von über 450 kurzen, humorvollen Anekdoten über den legendären Volksweisen und Spaßvogel Nasrudin Hodja (13. Jahrhundert, Kleinasien), der in der Balkantradition zu einem universellen Symbol für List, Einfallsreichtum und Widerstand gegen Du
Eines der berühmtesten und beliebtesten Bücher der bosnisch-herzegowinischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Isaković wählte die besten Geschichten aus türkischen, arabischen, persischen und balkanischen mündlichen Überlieferungen aus und erzählte sie meisterhaft nach. Er fügte ein Dutzend bosnische Versionen hinzu („Hodža in Sarajevo“, „in Mostar“ usw.). Die Anekdoten sind kurz (oft nur 4–10 Zeilen), urkomisch, aber stets mit einer tieferen Botschaft versehen: einer Kritik an Heuchelei, Gier, Bürokratie, Richtern, Reichen und Gelehrten.
Die bekanntesten:
– Hodža reitet kopfüber auf einem Esel, weil: „Wenn ich dich ansehe, musst du mich auch ansehen.“
– „Warum klopfst du an deine eigene Tür?“ – „Um zu sehen, ob jemand zu Hause ist.“
– Hodža trägt Wasser in einem Sieb, weil: „Das hat der Kadi befohlen.“
– „Wo ist dein Vater?“ – „Im Paradies.“ – „Und warum weinst du?“ – „Weil es dort kalt ist und ich ihm nur Sommerkleidung gegeben habe.“
Die Sprache ist reichhaltig, voller bosnischer Ausdrücke, Sprichwörter und orientalischem Flair, und der Humor funktioniert auf drei Ebenen: Kinder lachen über die absurde Situation, Erwachsene erkennen die Satire, und die Klügsten erfassen die philosophische Tiefe (ähnlich den Zen-Koans).
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