
Objektivni korelativi: tuga - mržnja - radost
Diese posthume Sammlung erschien anlässlich des 25. Todestages von Dalibor Cvitan (1934–1993), einem Prosaautor, Dichter, Essayisten und Kritiker. Sie enthält eine Auswahl von rund zwanzig Essays, Kurzgeschichten und Feuilletons – einen Querschnitt seines
Der Titel greift T.S. Eliots Konzept des „objektiven Korrelats“ auf – ein äußeres Objekt oder eine Situation, die einen inneren emotionalen Zustand objektiviert. Cvitan verwendet es für drei grundlegende Affekte: Traurigkeit (Melancholie, Versagen), Hass (Gesellschaftskritik, Nihilismus) und Freude (seltene Momente der Hoffnung oder Ironie).
Die Romane werden von asozialen, urbanen Verlierern, Außenseitern und „kleinen Leuten“ dominiert, die im Geiste existenziellen Scheiterns leben – urbanem Nihilismus, Einsamkeit und der Sinnlosigkeit des Alltags. Die Essays und Feuilletons behandeln Alltagsphänomene: den Verfall der Moral, die Lügen der Gesellschaft, politische und kulturelle Heuchelei und plädieren für das Recht auf Individualität und kritisches Denken im Sozialismus und im Übergangsprozess.
Der Stil ist scharf, zynisch, intellektuell präzise, mit einem Hauch von schwarzem Humor und Pessimismus – Cvitans Weltanschauung: Der Mensch ist zur Einsamkeit und zum Kampf gegen Illusionen verdammt. Das Buch ist eine wichtige Erinnerung an sein Werk – kritisch, unpathetisch, relevant für das Verständnis der kroatischen Literatur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
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