
Romeo, Julija i tama
Im besetzten Prag des Jahres 1942 versteckt der Student Pavel die verwundete Jüdin Hana. Inmitten von Gefahr und Angst entsteht zwischen ihnen eine tiefe Liebe. Die Gestapo entdeckt sie, Pavel stirbt unter Folter während der Vernehmungen, und Hana überleb
„Romeo, Julia und die Finsternis“ (1956) von Jana Otčenáška ist ein eindringlicher tschechischer Roman über die Liebe in den dunkelsten Tagen der Nazi-Besatzung. Die Geschichte spielt 1942 in Prag, nach Heydrichs Ermordung und der Verhängung des Ausnahmezustands.
Pavel, Student und Mitglied des antifaschistischen Widerstands, wird beauftragt, Hana, eine junge Jüdin, die einem Transport in ein Vernichtungslager entkommen ist, für einige Tage zu verstecken. In einer kleinen Dachgeschosswohnung, unter der ständigen Bedrohung durch die Gestapo, Razzien und Denunziationen der Nachbarn, entsteht zwischen den beiden eine tiefe, liebevolle Bindung.
Unter Bedingungen, in denen jeder Tag der letzte sein könnte, teilen sie Angst, Hunger, Poesie und zärtliche Momente, die ihnen zum einzigen Zufluchtsort werden. Otčenáška schildert subtil, wie unter extremen Umständen eine tiefe Verbundenheit und ein Sinn im Leben entstehen.
Eine Tragödie ereignet sich, als die Gestapo nach einem Hinweis die Wohnung stürmt. Pavel versucht, Hana zu schützen, wird gefangen genommen und gefoltert, verrät aber niemanden. Er stirbt im Gefängnis. Hana wird deportiert, überlebt den Krieg und trägt die Narbe dieser kurzen, aber entscheidenden Liebe ihr Leben lang.
Der Roman besticht durch seine realistische Darstellung des Alltags unter Besatzung, seine psychologische Tiefe und seinen zurückhaltenden, fast dokumentarischen Stil. Ohne Pathos vermittelt er eindringlich eine Antikriegs- und humanistische Botschaft. Er ist eines der wichtigsten literarischen Zeugnisse des tschechischen Widerstands und der Menschlichkeit während des Holocaust.
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