
Sinovi i ljubavnici
D. H. Lawrences Klassiker *Sons and Lovers* (Söhne und Liebende) erforscht komplexe familiäre Beziehungen, den Ödipuskomplex, die Zwänge einer Bergarbeitergemeinschaft sowie den Konflikt des jungen Paul Morel zwischen mütterlicher Liebe und Leidenschaft.
Der Roman Sons and Lovers (Söhne und Liebende) des englischen Schriftstellers David Herbert Lawrence zählt zu den bedeutendsten Werken der literarischen Moderne des 20. Jahrhunderts. Die Ausgabe aus dem Jahr 1955 machte das hiesige Publikum mit diesem halbautobiografischen Roman bekannt, in dem der Autor eine offene und psychologisch tiefgründige Analyse von Themen wie Familienkonflikten, menschlicher Sexualität und emotionaler Abhängigkeit vorlegt. Die Handlung spielt in einer englischen Bergarbeitersiedlung und schildert das Leben der Familie Morel, wobei der Fokus insbesondere auf dem jüngeren Sohn Paul liegt. Desillusioniert von ihrer Ehe mit einem rauen, dem Alkohol zugeneigten Bergarbeiter, lenkt die Mutter, Gertrude, ihre gesamte emotionale Energie und ihre unerfüllten Ambitionen auf ihre Söhne. Die Erzählung schildert die Entwicklung einer starken, beinahe obsessiven Bindung zwischen der Mutter und Paul. Diese tiefe Verbundenheit erweist sich für Paul als Hindernis beim Aufbau reifer Liebesbeziehungen zu einer jungen Frau namens Miriam sowie zu einer älteren, emanzipierten Frau namens Clara. Anhand des Motivs des Ödipuskomplexes schildert Lawrence meisterhaft die inneren Konflikte eines jungen Künstlers, der im Spannungsfeld zwischen der besitzergreifenden Liebe seiner Mutter und seinem natürlichen Drang nach Unabhängigkeit um seine eigene Identität ringt. Die Ausgabe von 1955 gilt nach wie vor als hochgelobte Übersetzung dieses Literaturklassikers, der zeitlose Themen wie das Erwachsenwerden, Leidenschaft und menschliche Bindungen behandelt.
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