
Sovin huk
„Der Ruf der Eule“ ist ein Psychothriller von Patricia Highsmith über einen einsamen Mann, dessen unschuldige Beobachtung eines unbekannten Mädchens eine Reihe von Missverständnissen, Obsessionen und Tragödien auslöst, die nach und nach sein Leben zerstör
Der Ruf der Eule ist ein Roman der amerikanischen Schriftstellerin Patricia Highsmith, bekannt für ihre psychologischen Kriminalromane. Die Hauptfigur ist Robert Forester, ein zurückgezogen lebender Ingenieur, der nach dem Scheitern seiner Ehe in eine Kleinstadt in Pennsylvania zieht. Einsam und unzufrieden mit seinem Leben, beginnt er, Jenny Thierolf, ein junges Mädchen aus einem Nachbarhaus, nachts zu beobachten. Er will ihr nichts Böses; er beobachtet sie, weil ihr scheinbar harmonisches Leben ihm ein Gefühl von Frieden schenkt.
Eines Abends bemerkt Jenny ihn. Statt Angst entwickelt sich zwischen ihnen eine ungewöhnliche Bekanntschaft. Jenny löst bald darauf ihre Verlobung mit Greg Wyncoop, der überzeugt ist, dass Robert für ihre Entscheidung verantwortlich ist. Von Eifersucht getrieben, beginnt Greg, Robert zu bedrohen und Gerüchte über ihn zu verbreiten.
Die Situation spitzt sich weiter zu, als Greg nach einer Auseinandersetzung mit Robert spurlos verschwindet. Polizei und Gemeinde verdächtigen Robert, obwohl es keine Beweise für ein Verbrechen gibt. Von diesem Moment an gerät sein Leben in einen Strudel aus Verdächtigungen, Anschuldigungen und unglücklichen Zufällen.
Highsmith erzeugt Spannung ohne klassische Detektivarbeit. Im Mittelpunkt stehen die psychologischen Beziehungen der Figuren, ihre Einsamkeit, Obsessionen und Fehlurteile. Robert ist kein Verbrecher, doch durch sein eigenes Handeln und seine Missverständnisse wird er allmählich zu einem Menschen, den die Gesellschaft für schuldig hält. Der Roman zeigt, wie leicht ein unschuldiger Mann in die Fänge der Projektionen und Verdächtigungen anderer geraten kann und wie die Grenze zwischen Realität und Wahrnehmung gefährlich verschwimmen kann.
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