
Razgovori sa dželatom
Ein erschütternder Bericht eines polnischen Widerstandskämpfers, der 255 Tage in einem kommunistischen Gefängnis verbrachte und sich eine Zelle mit SS-General Jürgen Stroop teilte – dem Henker des Warschauer Ghettos.
„Gespräche mit dem Henker“ (Rozmowy z katem) ist eines der erschütterndsten und bedeutendsten Zeugnisse über das Wesen der NS-Verbrechen und der totalitären Regime des 20. Jahrhunderts. Der Autor Kazimierz Moczarski – Offizier der polnischen Heimatarmee (Armia Krajowa) und Widerstandskämpfer gegen die NS-Besatzung – wurde nach dem Krieg von der polnischen kommunistischen Geheimpolizei aufgrund fingierter Anschuldigungen verhaftet. Im Rahmen einer Kampagne psychologischer Folter sperrte ihn das Stalin-Regime 1949 gemeinsam mit einem hochrangigen NS-Befehlshaber in eine Zelle: SS-Gruppenführer Jürgen Stroop, dem Verantwortlichen für die brutale Niederschlagung des Aufstands und die völlige Zerstörung des Warschauer Ghettos. Moczarski und Stroop verbrachten 255 Tage auf engstem Raum miteinander, beide in Erwartung der Todesstrafe. Der Autor nutzt diese einzigartige und absurde Situation, um anhand ihrer täglichen Gespräche ein tiefgründiges psychologisches und soziologisches Profil seines Zellengenossen zu erstellen. Durch Stroops akribische und emotionslose Schilderungen werden die Mechanismen offengelegt, die einen NS-Verbrecher hervorbringen: von seiner Erziehung und blinden Loyalität gegenüber Hitler über die ideologische Indoktrination bis hin zum völligen Fehlen von Reue angesichts des Massenmords. Das Buch ist eine außergewöhnliche Studie über die „Banalität des Bösen“ und ein unschätzbares historisches Dokument.
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