
Dječak sa dva imena
Ein Junge, der im Kriegschaos verschleppt wird, wächst unter einem anderen Namen in einer deutschen Familie auf und entdeckt nach dem Krieg, dass er einer anderen Welt angehört. Der Roman erzählt von seiner gespaltenen Identität und seiner Rückkehr zu sei
Ein Junge mit zwei Namen von Anton Ingolič ist ein Kriegsroman für junge Erwachsene, dessen Kernstück das Schicksal eines Jungen bildet, der während des Zweiten Weltkriegs von seiner leiblichen Mutter getrennt wird. Als Kleinkind kommt er in eine deutsche Familie und wächst dort unter einem anderen Namen, in einer anderen Sprache, Umgebung und mit anderen Wertvorstellungen auf. Nach dem Krieg wird ihm allmählich klar, dass seine Herkunft nicht das ist, was er glaubte, und er steht vor einem schwierigen Übergang von einer Identität zur anderen.
Der zentrale Konflikt des Romans ist nicht abenteuerlich, sondern innerlich: Der Junge muss nicht nur herausfinden, wer er ist, sondern auch akzeptieren, dass er zwei Welten angehört, die sich nicht so einfach miteinander vereinbaren lassen. Die eine Familie hat ihn aufgezogen, die andere sucht ihn; den einen Namen trägt er aus Gewohnheit und einem Gefühl der Sicherheit, den anderen aus Herkunft und aus Überzeugung. Deshalb ist der Roman vor allem eine Geschichte über Verlust, Zugehörigkeit und die psychisch schwierige Rückkehr zu den eigenen Wurzeln.
Ingolič schreibt klar, prägnant und konzentriert sich auf das Geschehen und die Gefühle, ohne viel Ausschmückung. Der Krieg ist stets im Hintergrund präsent, vor allem durch seine Folgen für das Kind: Zerfall der Familie, Sprachwandel, Unsicherheit und Orientierungslosigkeit. Deshalb hinterlässt das Werk auch heute noch einen starken Eindruck.
Die literarische und historische Bedeutung des Romans ist ebenfalls wichtig: Die Ausgabe von 1957 war der erste Band der Kultausgabe „Eichhörnchen“.
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- Spuren von Patina





