
Čovjek u svojoj sjeni
Jakov Sekulićs Roman *The Man in His Own Shadow* (1969) seziert die inneren Konflikte, existenziellen Ängste und moralischen Dilemmata eines Individuums, das mit seinen eigenen früheren Entscheidungen und seinem sozialen Umfeld konfrontiert ist.
Der in der Spätphase von Jakov Sekulićs Schaffen erschienene Roman Čovjek u svojoj sjeni (Der Mensch in seinem eigenen Schatten) ist ein reifes Prosawerk, in dem sich der Autor vor allem auf die vielschichtige psychologische Charakterisierung seiner Figuren und auf eine tiefgehende Introspektion konzentriert. Die Handlung schildert das Schicksal eines Mannes, der – belastet durch die Vergangenheit, die Kompromisse des Lebens und ein Gefühl der Entfremdung – gezwungen ist, sich seinen inneren Dämonen und den von ihm selbst konstruierten Illusionen zu stellen. Die titelgebende Metapher des „Schattens“ verweist auf sein Alter Ego, auf verdrängte Persönlichkeitsanteile sowie auf die Schatten vergangener Ereignisse, die seine Gegenwart und seine Beziehungen zu seinem Umfeld maßgeblich prägen. Durch eine sorgfältig gestaltete Atmosphäre, eine zurückhaltende Ausdrucksweise und die Betonung seelischer Zustände schildert Sekulić meisterhaft das Drama der Innenwelt; dabei beleuchtet er die moralischen Grenzen des menschlichen Gewissens, die Tragik des im Strudel des gesellschaftlichen Wandels gefangenen Individuums sowie die Möglichkeit der Erlösung. Der Roman gewährt somit tiefgreifende literarische Einblicke in die Komplexität der menschlichen Psyche und bestätigt die Begabung des Autors für die realistisch-psychologische Analyse zwischenmenschlicher Beziehungen und intimer Dramen.
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Kopiennummer 1
Kopiennummer 2
- Die Abdeckung fehlt
Kopiennummer 3
- Die Abdeckung fehlt





