
Crni obelisk
Der Schwarze Obelisk schildert das Leben in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg. Der junge Ludwig Bodmer versucht inmitten von Armut, Inflation, politischen Unruhen und Enttäuschungen einen Sinn im Leben zu finden.
Der Schwarze Obelisk ist ein Roman des deutschen Schriftstellers Erich Maria Remarque, erschienen 1956. Die Handlung spielt im Deutschland des Jahres 1923, in einer Zeit schwerer Wirtschaftskrise und Hyperinflation nach dem Ersten Weltkrieg. Die Hauptfigur, Ludwig Bodmer, ist ein ehemaliger Soldat, der in einer Firma arbeitet, die Grabsteine herstellt und verkauft. Tagtäglich wird er mit den Absurditäten einer Gesellschaft konfrontiert, in der das Geld stündlich an Wert verliert, während die Menschen im Chaos von Armut, Arbeitslosigkeit und politischer Instabilität ums Überleben kämpfen.
Neben seiner Arbeit sucht Ludwig in Literatur, Musik und Liebesbeziehungen nach dem Sinn des Lebens. Eine besondere Rolle im Roman spielt Isabelle, eine junge Frau in einer psychiatrischen Klinik, mit der er eine ungewöhnliche und tiefe Beziehung entwickelt. Ihre Ehrlichkeit und ihre andere Weltsicht regen Ludwig dazu an, gesellschaftliche Werte, die Grenzen zwischen Vernunft und Wahnsinn sowie seine eigenen Lebensentscheidungen zu überdenken. Anhand von Begegnungen mit Freunden, Kriegsveteranen, Bürgern und politischen Extremisten schildert der Autor die moralische und soziale Krise der Weimarer Republik und die allmähliche Erstarkung jener Ideen, die zum Aufstieg des Nationalsozialismus führen sollten.
Der Roman vereint Humor, Ironie und Trauer und zeigt, wie Menschen in einer von Unsicherheit und Verlust geprägten Zeit versuchen, Würde und Menschlichkeit zu bewahren. Der schwarze Obelisk ist nicht nur die Geschichte eines Mannes, sondern auch ein eindringliches Porträt einer Gesellschaft, die nach den Verwüstungen des Krieges am Rande einer neuen Katastrophe steht.
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