
Grupa
Mary McCarthys Roman begleitet acht junge Frauen nach ihrem Abschluss am Vassar College. Er schildert ihre Liebesgeschichten, Ehen, Karrieren und Enttäuschungen sowie die Stellung der Frau in der amerikanischen Gesellschaft der 1930er Jahre.
Die Gruppe ist der bekannteste Roman der amerikanischen Schriftstellerin Mary McCarthy. Die Geschichte beginnt 1933 mit der Hochzeit von Kay Strong, einer von acht Freundinnen, die gerade ihr Studium am renommierten Frauencollege Vassar abgeschlossen haben. Dieses Ereignis bringt eine Gruppe junger Frauen zusammen, die glauben, ihre Ausbildung habe ihnen die Möglichkeit zu einem unabhängigen und erfüllten Leben eröffnet. Doch die folgenden Jahre zeigen, wie sehr ihre Ideale mit der Realität der damaligen amerikanischen Gesellschaft im Konflikt stehen.
Der Roman verfolgt die Schicksale von Kay, Priss, Lakey, Polly, Helena, Libby, Dottie und Pokey. Jede von ihnen schlägt einen anderen Lebensweg ein. Einige gehen Ehen voller Erwartungen ein, andere versuchen, Karriere zu machen, während wieder andere nach persönlicher Freiheit jenseits traditioneller gesellschaftlicher Normen streben. Durch die miteinander verwobenen Geschichten der Frauen schildert die Autorin Liebesbeziehungen, Eheprobleme, Sexualität, Mutterschaft, gesellschaftliche Vorurteile und berufliche Herausforderungen.
Kays Ehe mit dem charismatischen, aber emotional instabilen Harald Petersen steht im Mittelpunkt. Ihre Beziehung offenbart nach und nach den Unterschied zwischen romantischen Erwartungen und der Realität des Zusammenlebens. Gleichzeitig erleben auch die anderen Gruppenmitglieder Enttäuschungen, die aus dem Konflikt zwischen persönlichen Ambitionen und gesellschaftlichen Erwartungen entstehen.
McCarthy spricht offen Themen an, die zur Zeit der Veröffentlichung des Romans kontrovers diskutiert wurden, darunter Sexualität, Verhütung, psychische Probleme und die Stellung der Frau in der Gesellschaft. „Die Gruppe“ ist zugleich ein Zeitdokument einer Generation und ein fesselnder Roman über Freundschaft, Erwachsenwerden und die Suche nach Identität in einer sich rasant verändernden Welt.
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