
Ulysses
In James Joyces Ulysses begleiten wir Leopold Bloom einen Tag lang durch einen Tag in Dublin im Jahr 1904. Die Erzählung besteht aus miteinander verwobenen inneren Monologen, Symbolik und einer Parodie der Odyssee und erforscht Identität, Alltag und mensc
Ulysses von James Joyce zählt zu den Schlüsselwerken der Moderne. Der Roman ist als Parallele zu Homers Odyssee angelegt, spielt aber an einem einzigen Tag – dem 16. Juni 1904. Die Geschichte ist in Dublin angesiedelt und folgt drei Hauptfiguren: dem jungen Schriftsteller Stephen Dedalus, dem Werbefachmann Leopold Bloom und seiner Frau Molly Bloom. Jedes Kapitel zeichnet sich durch eine eigene Stiltechnik aus, wodurch der Roman zu einem literarischen Experiment wird, das die Grenzen von Sprache, Erzählkunst und Wahrnehmung auslotet.
Der Roman beginnt mit Stephens innerer Zerrissenheit und seinem Verhältnis zu Familie, Religion und Kunst. Anschließend wendet sich die Erzählung Leopold Bloom zu, dessen Alltag, Gedanken, Begegnungen und Wanderungen in komplexen inneren Monologen geschildert werden. Bloom ist ein introspektiver und empathischer Mann, der seinen Platz in einer von Verlust und Zweifel geprägten Welt sucht. Die Begegnung zwischen Bloom und Stephen am späten Abend symbolisiert einen Moment spiritueller Vaterschaft und gegenseitigen Verständnisses.
Joyce schildert das städtische Leben Dublins – von Bordellen, Zeitungsredaktionen und Straßen bis hin zu Familienräumen – und zeichnet so ein beinahe dokumentarisches Bild der Stadt. Molly Blooms abschließender Monolog gilt als einer der wichtigsten Bewusstseinsströme der Literatur und thematisiert Liebe, Körper, Erinnerungen und Sehnsüchte.
Ulysses ist ein Roman über den menschlichen Alltag, der als großes Epos präsentiert wird, über die Suche nach Identität und bedeutungsvollen zwischenmenschlichen Beziehungen sowie über die unerschöpflichen Möglichkeiten der Sprache.
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