
Quo vadis?
Der Roman Quo Vadis schildert die Liebe zwischen dem römischen Patrizier Marcus Vinicius und der Christin Lygia während der Herrschaft Kaiser Neros sowie den Konflikt zwischen der Grausamkeit des Römischen Reiches und christlichen Werten.
Quo vadis? von Henryk Sienkiewicz ist ein historischer Roman, der im Rom der Kaiserzeit Neros spielt. Die Hauptfigur ist der junge römische Patrizier Marcus Vinicius, der sich in Lygia verliebt, ein christlich erzogenes Mädchen. Um sie für sich zu gewinnen, nutzt er zunächst seine Stellung und Macht, doch allmählich wandelt er sich unter dem Einfluss ihrer Güte und ihrer christlichen Werte. Auch Vinicius’ Onkel Petronius, bekannt für seine Intelligenz, seine Kultiviertheit und seine kritische Haltung gegenüber dem Kaiserhof, spielt eine wichtige Rolle. Ihm gegenüber steht der grausame Kaiser Nero, dessen Eitelkeit und Ruhmsucht nach dem Großen Brand von Rom zur Christenverfolgung führen.
Der Roman schildert eindringlich den Luxus und den moralischen Verfall der römischen Gesellschaft und stellt Gewalt, Arroganz und politische Intrigen dem Glauben, der Liebe und der Vergebung gegenüber. Besonders eindrucksvoll sind die Szenen der Christenverfolgung in der Arena, in denen viele lieber den Tod in Kauf nehmen, als ihrem Glauben abzuschwören. Vinicius ändert schließlich seine Lebenseinstellung grundlegend und findet gemeinsam mit Lygia Glück in einem neuen Glauben.
Sienkiewicz zeigt anhand ihrer Schicksale, wie Liebe, Glaube und Opferbereitschaft Hass und Gewalt überwinden können. Die deutsche Übersetzung bewahrt die detailreiche Beschreibung des historischen Settings und vermittelt überzeugend die Dramatik der Handlung sowie die Entwicklung der Hauptfiguren.
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