
Princeza de Klev
Die Prinzessin von Cleves von Madame de La Fayette ist ein Meisterwerk der französischen Literatur und der erste moderne psychologische Roman, der Leidenschaft und Pflicht am Hof seziert.
Der 1678 anonym veröffentlichte Roman „Die Prinzessin von Kleve“ ist ein monumentales Werk der französischen Literatur und gilt zu Recht als Vorläufer des modernen psychologischen Romans. Die Handlung spielt in der luxuriösen, aber von Intrigen geprägten Atmosphäre des französischen Hofes König Heinrichs II. Die zentrale Heldin ist die junge, außergewöhnlich schöne und tugendhafte Mademoiselle de Chartres, die durch die Heirat mit dem Prinzen von Kleve zur Prinzessin wird. Obwohl ihr Mann sie aufrichtig liebt, bleibt sie aus Pflichtgefühl und Ehre in der Ehe, bis sie am Hof dem bezaubernden und leidenschaftlichen Herzog von Nemours begegnet.
Was dieses Werk in der Literaturgeschichte auszeichnet, ist seine revolutionäre Betonung des inneren Monologs und der psychologischen Analyse der Figuren anstelle bloßer äußerer Handlung. Die Prinzessin ringt mit einem verheerenden inneren Konflikt zwischen unerwarteter Liebesleidenschaft und strengen moralischen Prinzipien sowie dem Ehegelübde und trifft schließlich eine radikale und unerwartete Entscheidung, die den Hof schockiert. Madame de La Fayette schildert meisterhaft die Heuchelei des Hoflebens, die Rücksichtslosigkeit der Leidenschaft und den Preis der Wahrung der persönlichen Integrität und schafft so einen zeitlosen Klassiker, der die Leser bis heute mit seinen tiefgründigen psychologischen Einsichten und seinem raffinierten Stil fesselt.
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