
Gargantua
Die Geburt, Kindheit, Erziehung und kriegerischen Taten des Riesen Gargantua: eine Satire auf Scholastik, Kriege, Mönchtum und Gesellschaft, mit groteskem Humor, enormen Ess- und Trinkgelagen und utopischen Idealen.
Gargantua (1534/1535) von François Rabelais (ca. 1494–1553) ist der erste (und bekannteste) Teil der fünfteiligen Saga um die Riesen Gargantua und Pantagruel. Diese Ausgabe von Matica Hrvatska ist die erste vollständige, eigenständige Übersetzung des Werkes ins Kroatische – Pantagruel erschien später 1996, die anderen Bände 1997–1998 und die Gesamtausgabe 2004.
Der Roman beginnt mit der Genealogie und Geburt Gargantuas (aus dem Ohr seiner Mutter Gargamela nach einem üppigen Festmahl), seiner Kindheit voller grotesker Episoden (er trinkt Ströme von Wein, verschlingt Unmengen an Essen), seiner dürftigen Schulbildung in Paris (eine Satire auf das mittelalterliche Bildungswesen) und dem Übergang zur humanistischen Bildung unter Ponokrates. Es gipfelt in einem Krieg gegen König Picrochol (eine Parodie auf moderne Kriege), in dem Gargantua siegreich kämpft. Als Belohnung gründet er das utopische Kloster Teljem – „Tu, was du willst“ (Fay ce que vouldras) –, wo Freiheit, Bildung und Harmonie das Gegenteil asketischer Mönchskultur bilden.
Rabelais’ Stil ist furios, überschwänglich, voller Vulgarismen, Wortspiele, Aufzählungen und Parodien auf die Bibel, antike Autoren und mittelalterliche Genres. Groteske Körper (riesige Funktionen, Essen, Sex) dienen der Satire auf Kirche, Kriegslust, Scholastik und die gesellschaftlichen Normen der Renaissance. Das Werk ist humanistisch, optimistisch, feiert das Leben, Wissen und Freiheit, verspottet aber auch zynisch die Heuchelei. Maras’ Übersetzung ist lobenswert, da sie Rhythmus, Humor und sprachliche Originalität bewahrt.
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