
Kriza i ekonomska politika
Es wurden die Arbeiten der besten kroatischen Ökonomen auf dem Gebiet der Politik und Ökonomie der wirtschaftlichen Entwicklung in Kroatien vorgestellt.
Die globale Wirtschafts- und Finanzkrise hat weltweit eine Neubewertung der vorherrschenden Wirtschaftstheorie ausgelöst und die politische Ökonomie als Wissenschaft, die Ökonomie und Politik verbindet, wieder in den Fokus der Forschung gerückt. Ihre Relevanz ist in den sogenannten Transformationsländern umso größer, da diese – zusätzlich zur aktuellen Krise – auch mit den Problemen des rasanten Wachstums ihrer Volkswirtschaften und der Konvergenz mit den Volkswirtschaften der Europäischen Union zu kämpfen haben. Hauptziel der Transformation und der beschleunigten Entwicklung ist jedoch der Aufbau eines neuen Wirtschaftssystems und neuer sozialer Beziehungen. Wie Slavoj Žižek sagte, starb der Neoliberalismus als Wirtschaftstheorie mit der Finanzkrise von 2008 im 21. Jahrhundert. Leider haben sich diese modernen Tendenzen in Kroatien noch nicht niedergeschlagen. Der wirtschaftliche Neoliberalismus, der zu Beginn des Aufbaus einer Marktwirtschaft in den 1990er Jahren von allen politischen Eliten in Kroatien akzeptiert wurde, ist die Ursache für die gescheiterte Transformation, deren Folgen wir noch heute spüren. Die Wurzeln der gegenwärtigen Krise wurden damals gelegt. Deregulierung und Liberalisierung begünstigten intransparente und unmoralische Privatisierungen und verschärften die Krise in Kroatien. Der wirtschaftliche Neoliberalismus und die ungeeigneten Wirtschaftsstrategien aller kroatischen Regierungen und der Kroatischen Nationalbank sind die Ursache für den verzögerten Übergang und die Krise in Kroatien. Von 2000 bis 2010 wurde ein solches neoliberales Sozial- und Wirtschaftsmodell – basierend auf Konsum und übermäßiger Auslandsverschuldung – fortgeführt, was zu einer Strukturkrise der kroatischen Gesellschaft und Wirtschaft führte, die durch die globale Krise noch verstärkt wurde. Diese Entwicklungen kamen für die Wirtschaftswissenschaft in Kroatien nicht überraschend. Einige Ökonomen hatten sie rechtzeitig vorhergesagt.
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