
Istok – Zapad: roman kineske žene
„East and West“ (1930) ist der erste Roman von Pearl S. Buck. In Form eines Bekenntnisses schildert er den tiefgreifenden Konflikt zwischen Ost und West, Tradition und Moderne, anhand ihrer Heirat mit einem in Amerika ausgebildeten chinesischen Arzt.
Pearl S. Buck (1892–1973), eine amerikanische Schriftstellerin, die als Tochter eines Missionars in China aufwuchs, veröffentlichte 1930 ihren Roman East Wind: West Wind. In kroatischer Übersetzung erschien er unter dem Titel „East – West (Ein Roman einer Chinesin)“ und erfreute sich in der Zwischenkriegszeit und der Nachkriegszeit großer Beliebtheit.
Der Roman ist in der Ich-Perspektive verfasst – als intimes Bekenntnis der jungen Chinesin Kwei-lan, die einer alten Adelsfamilie mit gebundenen Füßen angehört. Sie ist mit einem jungen chinesischen Arzt verheiratet, der in Amerika ausgebildet wurde und westliche Ideen mitbrachte. In ihrer Geschichte stellt Buck subtil zwei Welten gegenüber: das traditionelle China (konfuzianische Sitten, die Unterordnung der Frau, große Familien, Rituale) und den modernen Westen (Individualismus, Wissenschaft, Gleichberechtigung der Geschlechter, moderne Medizin).
Das Werk ist eine subtile Chronik kultureller Konflikte und allmählicher Veränderungen innerhalb einer chinesischen Familie. Die Autorin schildert mit großem Einfühlungsvermögen den inneren Kampf von Kwei-lan, die sich zwar langsam neuen Werten öffnet, ihre Tradition aber nicht gänzlich ablehnt. Der Roman ist reich an lyrischen Beschreibungen des chinesischen Lebens, der Landschaften und Bräuche und zugleich eine Kritik an der Starrheit alter Traditionen (z. B. Füßebinden, Unterdrückung der Frau).
Ost – West gilt als Vorläufer von Buckas Meisterwerk Die gute Erde. Der Stil ist schlicht, warmherzig und menschlich, ohne Pathos – ein Merkmal, das zu ihrem Markenzeichen wurde. Zu seiner Zeit öffnete der Roman dem Westen ein wichtiges Fenster zur chinesischen Seele und Kultur.
In Kroatien zählte er zur Unterhaltungsliteratur und gilt als eines von Buckas erfolgreichsten Frühwerken. Heute wird er als Klassiker der Literatur über den Kulturkonflikt zwischen Ost und West gelesen.
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