
O slobodi
Der Begründer des modernen Liberalismus, John Stuart Mill, verteidigt in seinem Essay „Über die Freiheit“ die individuelle Freiheit vor sozialem und staatlichem Druck, setzt der Macht über den Einzelnen Grenzen und plädiert für Gedanken-, Rede- und Handlu
Über die Freiheit (1859) zählt zu den einflussreichsten Werken der liberalen politischen Philosophie des 19. Jahrhunderts. Die kroatische Übersetzung von Milan Bogdanović erschien 1918 in Zagreb. Sie erschien in der Endphase des Ersten Weltkriegs und am Vorabend des Zusammenbruchs Österreich-Ungarns, als die Ideen von Freiheit und Selbstbestimmung unter den südslawischen Völkern besonders relevant waren.
In diesem klassischen Essay stellt Mill eine grundlegende Frage: Inwieweit dürfen Gesellschaft oder Staat die Freiheit des Einzelnen einschränken? Er unterscheidet zwischen Gedanken- und Meinungsfreiheit und Handlungsfreiheit. Das Hauptprinzip, das er verteidigt, ist das Schadensprinzip: Die einzige gerechtfertigte Grundlage für die Einschränkung der individuellen Freiheit ist die Verhinderung von Schaden für andere. Solange ein Individuum anderen keinen Schaden zufügt, hat die Gesellschaft kein Recht, in sein Leben, seine Gedanken oder sein Verhalten einzugreifen.
Im kroatischen Kontext des Jahres 1918 war die Übersetzung Teil einer breiteren Rezeption westlichen liberalen Gedankenguts und diente als intellektuelle Stütze für die Ideen von Freiheit und Demokratie im jungen Staat. Der Stil ist klar, argumentativ und eloquent – typisch für Mills utilitaristische Philosophie, die durch den Humanismus bereichert wurde. Über die Freiheit gilt bis heute als Grundlagenwerk des Liberalismus und beeinflusst Debatten über Menschenrechte, Meinungsfreiheit und die Grenzen staatlicher Macht.
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