
Sjene ljubavi
Ein Schlüsselroman der kroatischen Moderne. Leskovar schildert den überempfindlichen Schriftsteller Marcel Bušinski, der in passiver Dekadenz versinkt, gefangen in den Schatten unerfüllter, schmerzhafter Liebe, Selbstreflexion und seelischer Schwäche. Ers
Schatten der Liebe (1898) von Janko Leskovar markiert den Übergang vom Realismus zur psychologischen Prosa mit modernistischen und dekadenten Zügen. Die äußere Handlung ist minimalistisch, im Zentrum steht die tiefgründige Analyse der Innenwelt des Protagonisten.
Die Hauptfigur Marcel Bušinski ist ein typischer „Leskovarac“ – ein überempfindlicher, passiver Intellektueller, der im Schatten vergangener Gefühle und unerfüllter Sehnsüchte (insbesondere nach Ljerka) lebt. Statt zu handeln, verfällt er in Selbstreflexion, Melancholie, Mutlosigkeit und ein Gefühl der Willensschwäche. Die Liebe wird hier als zerstörerischer „Schatten“ dargestellt – unerreichbar, schmerzhaft und zum Scheitern verurteilt, was den Helden in emotionale Isolation und Dekadenz treibt.
Leskovar wurde von Turgenjews psychologischer Tiefe und Schopenhauers Pessimismus inspiriert. Der Stil ist impressionistisch: reich an sinnlichen Eindrücken, subtilen Stimmungsschwankungen und einer Atmosphäre der Melancholie. Der Roman ist kompakt und konzentriert sich auf die inneren Monologe und subtilen Konflikte des modernen Individuums um die Jahrhundertwende.
Als eine der herausragendsten Leistungen des frühen kroatischen Modernismus stellt Schatten der Liebe ein zentrales Zeugnis der Krise des zeitgenössischen Intellektuellen und ein Porträt des „Leskovar“-Charakters dar.
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