
Buri i Englezi
Stevan Sremacs humorvolle Geschichte „Die Buren und die Engländer“ (1901.) schildert, wie Provinzserben im Jahr 1899 in einer Taverne im Kreise ihrer Familien leidenschaftlich für die Buren gegen die Engländer jubeln und sie mit sich selbst und den Türken
Buren und Engländer ist eine bekannte humorvolle Erzählung von Stevan Sremac, die auf wahren Begebenheiten während des Zweiten Burenkriegs (1899–1902) basiert. Sremac schildert meisterhaft das Leben in einer serbischen Kleinstadt – Tavernen, Familien und den Alltag.
Die Hauptfigur, der Wirt Radisav, verfolgt mit seinen Freunden bei einem Schnaps in der Taverne Kod ruske krune die Nachrichten aus Südafrika. Die Buren werden für sie zu „unseren“ – ein tapferes kleines Volk, das gegen die mächtigen Engländer kämpft, die sie mit Türken gleichsetzen.
Die Weltpolitik dringt durch einen naiven, emotionalen Filter in die Provinz ein: Kinder spielen „Buren und Engländer“, Frauen streiten zu Hause, und Männer diskutieren und wetten in der Taverne. Der Humor entsteht aus lebhaften Dialogen, Familienkonflikten und dem Missverhältnis zwischen dem fernen Krieg und den lokalen Erfahrungen.
Sremac verspottet seine Figuren nicht boshaft, sondern mit Herzlichkeit und sanfter Ironie. Die Geschichte ist ein Paradebeispiel seines Stils: reiche Umgangssprache, präzise Beschreibungen und die Darstellung der serbischen Mentalität – Solidarität mit kleineren Nationen, Kafan-Patriotismus und die Fähigkeit, große Geschichte in persönliche Unterhaltung zu verwandeln.
Die Buren und die Engländer wirken auch heute noch aktuell, weil sie zeitlose Themen behandeln: wie gewöhnliche Menschen große Ereignisse erleben und wie Humor aus menschlichen Schwächen entsteht.
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