
Kralj života
„Der König des Lebens“ ist eine fiktionalisierte Biografie von Oscar Wilde, in der Jan Parandowski seinen Lebensweg, seinen literarischen Aufstieg, seine ästhetischen Ideale und seinen tragischen Fall, der von sozialer Verurteilung und Verfolgung geprägt
Der König des Lebens von Jan Parandowski ist eine Romanbiografie des irischen Schriftstellers Oscar Wilde. Der Autor zeichnet dessen Leben von seinen Studienjahren in Dublin und Oxford über seinen Aufstieg zu einem der berühmtesten Schriftsteller und Ästheten des viktorianischen Englands bis zu seinem tragischen Fall nach einem Prozess und einer Gefängnisstrafe nach. Wilde wird als außergewöhnlich begabter, geistreicher und charismatischer Mann dargestellt, der Schönheit und Kunst als den höchsten Wert im menschlichen Leben ansah. Seine Lebensweise, sein scharfer Humor und seine unkonventionellen Ansichten brachten ihm Ruhm, riefen aber auch die Verurteilung der damaligen Gesellschaft hervor.
Der zentrale Teil des Romans widmet sich der Beziehung zu Lord Alfred Douglas, dem Konflikt mit dem Marquess of Queensberry und dem Prozess, der mit Wildes Verurteilung endet. Nach seiner Haftentlassung folgten Jahre der Armut, Krankheit und Einsamkeit im Exil, wo der Schriftsteller allmählich seinen früheren Ruf, nicht aber seine künstlerische Größe verlor.
Parandowski verfasst nicht nur eine Biografie, sondern auch ein psychologisches Porträt eines Mannes, der zwischen dem Wunsch nach Freiheit, Liebe und künstlerischen Idealen und den strengen Moralvorstellungen der viktorianischen Gesellschaft hin- und hergerissen ist. Das Werk verdeutlicht, welchen Preis ein Mensch für seine Andersartigkeit und seine Treue zu sich selbst zahlen kann, und vermittelt eine eindringliche Botschaft über das Verhältnis von Kunst, Freiheit und gesellschaftlichen Vorurteilen.
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