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„Haben und Nichthaben“ (1937) erzählt die Geschichte von Harry Morgan, der während der Weltwirtschaftskrise mit Schmuggel und illegalen Geschäften überlebt. Der Roman stellt die Unterschiede zwischen Arm und Reich scharf dar und schildert den Kampf ums Üb
Haben und Nichthaben ist einer von Ernest Hemingways realistischsten und gesellschaftskritischsten Romanen. Die Geschichte spielt in Key West, Florida, und Kuba während der Großen Depression.
Die Hauptfigur ist Harry Morgan, ein starker, entschlossener und furchtloser Schiffskapitän, der seinen Lebensunterhalt mit Seereisen für Touristen verdient und später, verzweifelt vor Armut, in gefährliche illegale Geschäfte gerät – den Schmuggel von Alkohol, Waffen und Menschen zwischen Kuba und Florida. Der Roman schildert seinen Kampf ums Überleben seiner Familie inmitten von Elend, Korruption und Hoffnungslosigkeit.
Hemingway stellt meisterhaft zwei Welten gegenüber: die Welt der wohlhabenden Touristen und Yachtbesitzer, die den Luxus in vollen Zügen genießen, und die Welt der armen Fischer, Arbeiter und Kriminellen, die ums nackte Überleben kämpfen. Es ist Hemingways direkteste Gesellschaftskritik – ein scharfes Bild von Klassengegensätzen, Kapitalismus und moralischem Verfall.
Der Stil ist typisch Hemingway: kurze Sätze, kraftvolle Dialoge und rohe, männliche Energie. Der Roman ist auch für die Figur von Harrys Frau Marie bekannt, die zu den wenigen starken Frauenfiguren in seinem Werk zählt.
Haben und Nichthaben markiert einen Wendepunkt in Hemingways Schaffen hin zu einem stärkeren gesellschaftlichen Engagement und gilt als bedeutendes Werk der amerikanischen Literatur der 1930er Jahre. Ein dynamischer, spannungsgeladener und bitterrealistischer Roman über Überleben, Ehre und den Preis der Armut.
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