
Kazališne veze Osijeka i Pečuha / Eszék és Pécs színházi kapcsolata
Das Buch bietet eine umfassende Chronik und Analyse der jahrhundertealten Theaterkontakte zwischen zwei Städten – Osijek und Pécs –, die historisch gesehen den Kulturraum der Pannonischen Tiefebene teilten, insbesondere während der Zeit der Habsburgermona
Ivković, ein bedeutender Theaterschaffender und Publizist aus Osijek (1944–2010), zeichnet in seiner einleitenden Studie die Verbindungen vom 18. Jahrhundert, als Wandertheatergruppen und deutsche Repertoires die beiden Städte verbanden, über das 19. Jahrhundert mit dem Aufkommen der kroatischen und ungarischen Nationalrenaissance bis hin zur intensiven Zusammenarbeit im 20. Jahrhundert nach. Besonders hervorzuheben ist die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, als das Kroatische Theater in Pécs (gegründet in den 1950er Jahren) zum wichtigsten Zentrum kroatischer Kultur in Ungarn wurde und die Kooperation mit dem Kroatischen Nationaltheater in Osijek institutionellen Charakter annahm – Gastspiele, gemeinsame Produktionen, Austausch von Schauspielern und Regisseuren.
Das Buch enthält außerdem Beiträge anderer Autoren, Dokumente, Kritiken und Berichte über Gastspiele (z. B. von Šenoa und Krlež in Pécs) und unterstreicht die Rolle von Pécs als wichtiges Zentrum des kroatischen Theaters außerhalb Kroatiens. Ivkovićs Analyse zeigt, dass diese Verbindungen nicht nur künstlerischer, sondern auch identitätsstiftender Natur waren und so zur Bewahrung der kroatischen Sprache und Kultur in der Diaspora beitrugen.
Das zweisprachige Werk (Kroatisch und Ungarisch) zeugt von einem langjährigen, über politische Grenzen hinausreichenden Kulturdialog. Als „Geschichte für die Zukunft“ (wie Branko Hećimović es nennt) erinnert uns das Buch an den Wert regionaler Zusammenarbeit und eines gemeinsamen kulturellen Erbes.
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