
Sabrana djela A. P. Čehova #6: Stepa i druge novele
Dieses Buch enthält die Erzählwerke des großen russischen Schriftstellers A. P. Tschechow aus den Jahren 1888-1892. Darin finden sich nicht mehr die kleinen humorvollen Geschichten, mit denen „Antoša Čehonte“ seine Karriere in Humorzeitschriften so brilla
Von Steppe (1888), einer seiner längsten, landschaftsreichen Erzählungen, bis zu Pavillon Nr. 6 aus dem Jahr 1892 thematisierte er eine Reihe aktueller Probleme seiner Zeit: Er setzte sich entschieden mit Turgenjews „überflüssigem Volk“ (Duell, 1891) und insbesondere mit Tolstois Ideologie des gewaltlosen Widerstands gegen das Böse (in der bereits erwähnten Erzählung Pavillon Nr. 6) auseinander. Neben der Auseinandersetzung mit bestehenden Ansichten bergen seine Erzählungen, trotz ihres scheinbaren Desinteresses, eine Reihe tiefgründiger und eigentümlicher Probleme, die oft nicht nur persönlicher, sondern auch allgemeiner gesellschaftlicher Natur sind (Napadaj gnošanja, 1888, Žena, 1892 und insbesondere Susjedi, 1892).
Die Analyse subtiler menschlicher Schwächen und Abneigungen, etwa wenn jemand etwas tut, obwohl er es nicht aus eigenem Antrieb tun will, gelingt am besten in der Erzählung Susjedi (1892). Auch hier scheint es sich zunächst um die Behandlung eines gesellschaftlichen Problems zu handeln, tatsächlich dringt sie aber gierig zum Wesen des menschlichen Daseins vor.
Darüber hinaus enthält dieses Buch, wie bereits erwähnt, seine berühmten Erzählungen: Steppe, die jugoslawischen Lesern bereits bekannt ist, und Eine langweilige Geschichte (1889), die trotz ihres Titels zu Tschechows erfolgreichsten Werken zählt. Das absolute Highlight dieses Werkes ist jedoch Pavillon Nr. 6, über die Lenin sagte, er habe nach der Lektüre den Niedergang des in einer Irrenanstalt eingesperrten Andrei Jefimitsch gespürt und ganz Russland sei ihm wie Pavillon Nr. 6 erschienen. Deshalb werden nur wenige Leser dieses Buch beiseitelegen, ohne Pavillon Nr. 6 bis zum Ende gelesen zu haben.
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